Posts Tagged: Hochschule


27
Aug 10

Wie werde ich Anwendungsentwickler?

Die Anwendungsentwicklung ist integriert im Beruf des Fachinformatikers. Die Anwendungsentwicklung ist eine Fachrichtung, welche darauf abzielt, kundenspezifische Programme zu entwickeln, anzupassen oder zu verbessern. Kurz gesagt, Anwendungsentwickler entwickeln Softwareprojekte nach Wünschen der Kunden.

Der Beruf Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung ist seit 1997 ein anerkannter, nach dem Berufsbildungsgesetz geltender Ausbildungsberuf, ohne einen rechtlich vorgeschriebenen Schulabschluss. Im dualen Bereich der Ausbildung währt die Ausbildungszeit des Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung drei Jahre. Die Abschluss-/Berufsbezeichnung lautet: Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung. Zur Information, in englischer Sprache lautet die Bezeichnung: Information technology specialist (m/f) – applications development.

Den Beruf des Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung erlernt man überwiegend dual in einem Ausbildungsbetrieb, welcher Produkte und Dienstleistungen der Informations- und Telekommunikationstechnik anbietet. Technisches Verständnis und Geschick im Umgang mit Kommunikationsmitteln und Medien ist Voraussetzung. In der Berufsschule werden überwiegend theoretische Kenntnisse vermittelt, die zur Ausübung des Berufes benötigt werden. Selbständiges Arbeiten ist hier gefordert. Der Berufsschulunterricht kann in ein – zwei Tagen in der Woche oder auch in einem Stück von bis zu sechs Wochen stattfinden. Im dritten Ausbildungsjahr wird die Fachrichtung Anwendungsentwicklung in folgenden Gebieten vertieft: kaufmännische Systeme, technische Systeme, Expertensysteme, Multimedia Systeme sowie mathematisch-wissenschaftliche Systeme.

Ebenso kann der Beruf Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung nur im schulischen Bereich erlernt werden. Hier erwirbt man alle theoretischen Kenntnisse und Grundlagen – ähnlich wie bei einem Besuch der Berufsschule – nur wesentlich umfassender. Im Rahmen von durchzuführenden Projekten erwirbt der Absolvent die Qualifikation der praktischen Kenntnisse. Der künftige Fachinformatiker erarbeitet zusammen mit einem Team ein neues System, welches speziell auf einen Kundenwunsch zugeschnitten ist. In diesem Team wird weiterhin erlernt, wie ein Diagnosesystem eingesetzt und Fehler behoben werden. Des Weiteren werden die Absolventen im Beraten und Schulen von Kunden angelernt und entwickeln selbständig benutzerfreundliche Oberflächen. Um den Abschluss Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung zu erhalten, muss eine Prüfung vor der IHK abgelegt werden, welche sich aus einem schriftlichen sowie praktischen Teil zusammensetzt. Hier sei noch der Hinweis angebracht, dass Ausbildungsbetriebe überwiegend Abiturienten zur Ausbildung suchen.

Der Fachinformatiker – Anwendungsentwicklung kann des Weiteren auch durch die Absolvierung eines Informatikstudiums erreicht werden. Dieser Studiengang kann an einer Hochschule sowie an einer Fachhochschule gewählt werden. Während eines Informatikstudiums werden die Grundlagen der praktischen, theoretischen und technischen Informatik in einer Regelstudienzeit von acht Semestern vermittelt. Dieses Studium schließt mit einer Hochschulprüfung und der Vergabe eines akademischen Grades ab.


31
Jul 10

Warum ein Studium neben dem Beruf die Karriere fördert

Nachdem ihn seine Freunde und sogar einige Kollegen schon davor gewarnt hatten, musste Karl-Heinz W. auf schmerzliche Weise erfahren, dass er jetzt wohl erstmal am Ende der Karriereleiter angekommen war. Nachdem er sich in seiner Firma, einem internationalen Konzern aus dem Bereich Konsumgüter, für eine neue, bessere Stelle beworben hatte, wurde ihm mit der Begründung abgesagt, dass er nicht entsprechend gut genug qualifiziert sei. In den Positionen im mittleren und vor allem oberen Management wäre die Grundbedingung, einen akademischen Abschluss vorweisen zu können. Karl-Heinz W. hatte aber nach seiner erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Bürokaufmann erstmal in Ruhe Geld verdienen wollen und nicht sofort wieder auf die (Hoch)Schulbank gewollt. Dass ihm das nun zum Verhängnis werden würde, hatte er insgeheim dann doch irgendwie geahnt.

Nun stand er vor der Entscheidung, sich mit dem Ende der Karriereleiter und seinem gar nicht mal so schlechten Gehalt abzufinden oder eine Zeitlang eine Doppelbelastung in Kauf zu nehmen und im Studium neben dem Beruf einen Bachelorabschluss nachzuholen. Er entschied sich nach längerer Diskussion mit seiner Familie und seinen Freunden für ein Abendstudium. Da er das Glück hatte und es in Hamburg viele Anbieter solcher nebenberuflicher Studiengänge gibt, konnte er sich für sein Abendstudium in Hamburg auf der Webseite http://www.studieren-berufsbegleitend.de/berufsbegleitendes-studium-neben-beruf-plz-2 anhand mehrerer Kriterien die passende Hochschule aussuchen. Seine Wahl fiel auf eine Hochschule, die verschiedene Standorte in ganz Deutschland betreibt. So konnte er, zumindest bei einem beruflichen Wechsel zwischen den Metropolen Deutschlands, sein Studium am anderen Standort der Hochschule weiterführen.

Mit dem Abendstudium begann die Zeit der Enthaltsamkeit – Keine Partys am Freitag Abend, denn Samstags standen ja sechs Stunden Vorlesung auf dem Hochschulcampus an. Auch unter der Woche musste er zweimal früher das Büro verlassen, um pünktlich um 18:00 Uhr zur nächsten Vorlesung in der Hochschule zu sein. Das solch eine Doppelbelastung Berufstätigkeit und Studium anstrengend ist, steht außer Frage. Dank der Unterstützung seiner Familie und auch seines Arbeitgebers, der ihm pro Woche einen halben Tag Lern-Urlaub gab (so lange er die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit an den anderen Tagen erreichte), hat Karl-Heinz W. nun seinen Abschluss mit Bravour geschafft. Sein Arbeitgeber gratulierte ihm dazu herzlich und wie er neulich über den Flurfunk gehört hat, ist er auch schon im Gespräch für eine vakante Führungsposition im Unternehmen. Karriere durch Studieren neben dem Beruf – es funktioniert.


29
Jul 10

Studieren um zu Reisen

Als sich Nicolas H. im Mai 2006 mit dem Abi in der Tasche auf die Suche nach potenziell interessanten Studiengängen machte, kannte er die Hochschullandschaft in Deutschland mit ihren Studiengängen noch nicht. Er wusste aber eins: Es sollte ein internationaler Studiengang mit der Möglichkeit sein, im Ausland zu arbeiten und viel herumzukommen. Fast dem Klischee des Studiengangs entsprechend, entschied er sich ein paar Monate später für das Bachelor Studium Tourismusmanagement. Natürlich hatten ihn auch die Studienberater der Hochschule darauf hingewiesen, dass der Slogan „Da arbeiten, wo andere Urlaub machen“ nur auf wenige der zahlreichen Absolventen von Tourismus Studiengängen zutrifft. Ein großer Teil der Absolventen findet einen Job zum Beispiel im Tourismusmarketing, im Destinationsmanagement oder bei Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften. Dort ist dann mehr Büroarbeit als Arbeit in der Sonne angesagt – was aber keinesfalls zu mehr Unzufriedenheit bei den jeweiligen Beschäftigen sorgt. Die Tourismusbranche bietet viele verschiedene, hochinteressante Arbeitsfelder und nicht jeder will direkt im Ausland arbeiten oder nahezu täglich durch andere Hotels reisen, um dort Zimmerkontingente zu verhandeln.

Nicolas hatte sich aber genau das zum Ziel gesetzt. Und da er wusste, dass nur die besten Studierenden, die sich auch in den Semesterferien nicht auf die faule Haut gelegt, sondern sinnvolle Praktika abgeleistet haben, nach dem Studium die Chancen auf einen solch internationalen Job haben, legte er sich mächtig ins Zeug. Am Ende des Studiums gehörte er dann zu den besten 5 Absolventen und konnte sich auch seinen Traum verwirklichen – als Trainee bei einem Reiseveranstalter war er mit einem älteren Kollegen dafür verantwortlich, die Hotels auf die Einhaltung der Qualitätsstandards zu überprüfen und neue Hotels mit neuen spannenden Reiseangeboten zu finden. So konnte er im Ausland in der Sonne arbeiten – dort, wo andere Urlaub machen.

Natürlich ist es nicht immer nur positiv, weit weg von zu Hause zu arbeiten. Bei 35 Grad im Anzug durch die Gegend zu laufen ist natürlich auch desöfteren äußerst schweißtreibend, aber das Feierabend-Bier mit den Füßen im Sand belohnt dann wieder für die Anstrengungen des Tages, so Nicolas. Nun will er schauen, ob er eventuell einen Hotelmanagement Master oben auf sein Bachelor Studium drauflegt, um sich weiterzuqualifizieren. Gerade in der internationalen Tourismusbranche kann ein zweiter, höherwertiger Abschluss nicht schaden, um sich auch die Chancen zum Beispiel auf den Wechsel in eine höhere Position offen zu halten. Aber für heute ist erstmal Feierabend und das Meer lädt zum Schwimmen ein.