Kräutergarten-Quelle natürlicher Schönheit

Über Jahrhunderte waren Kräuter in der Natur und im Garten die Apotheke des kleinen Mannes, das Wissen darüber wurde von den alten Frauen des Dorfes, den sogenannten Kräuterhexen bewahrt und über Generationen weitergegeben. Im Mittelalter wurde die Kräuterkunde in Klostergärten weitergepflegt, wo die verschiedensten Kräuter und Gewürze angebaut wurden. Von Mönchen und Nonnen wurden der Anbau, die Wirkung und die Art der Anwendung niedergeschrieben. Wissen über Kräuter, gerade für medizinische und gesundheitliche Zwecke, war früher lebensnotwenig.

In der heutigen Zeit finden viele gesundheitsbewusste Menschen zurück zu den ältesten Heilmitteln der Natur und behandeln kleinere Beschwerden sanft und ohne Chemie alternativ.

Früher wurden Kräuter und Gewürze mit Gold aufgewogen und auch heute werden Ihnen eine große Bedeutung beigemessen. Industriell hergestellte oder getrocknete Gewürze und Kräuter sind nicht zu vergleichen mit den frischen und aromatischen Erzeugnissen aus dem eigenen Garten. Der Anbau ist einfach und der Nutzen geht weit über die Verwendung als Würzmittel hinaus. Kräuter und Pflanzen bringen Duft, Aroma und Abwechslung in unsere Küchen und Gärten und sind natürliche Heilmittel für die Gesundheit.

Diese ganzen positiven Eigenschaften haben viele Menschen bei der Gartengestaltung auf den Gedanken gebracht, sich einen eigenen Kräutergarten anzulegen.

Beliebte Kräuter und Pflanzen in der Heilkunde und Schönheitspflege sind Melisse, Baldrian, Johanniskraut, Salbei, Kamille, Hopfen, Ringelblume, Minze, Thymian, Fenchel, Kümmel, Zwiebeln, Myrrhe, Arnika, Beifuss und viele mehr.

Nachfolgend sind einige von ihnen mit entsprechenden Tipps aufgeführt:

Melisse

Die Melisse gilt seit dem Mittelalter als “Elixier ewiger Jugend”. Für die Behandlung von Hautunreinheiten, Kopfhautproblemen, Depressionen, Schlafstörungen und Herz- Kreislauf-Beschwerden wird sie eingesetzt.

Für einen Wickel gegen Hautunreinheiten werden 6 Teelöffel getrocknete Melissenblätter mit 2 Esslöffeln Olivenöl und einem Viertelliter Weißwein zum Kochen gebracht, dann auf kleiner Flamme 10 Minuten weiter köcheln gelassen. Anschließend wird der Sud durch ein Sieb gegeben. Ein Leinentuch wird mit der warmen Flüssigkeit getränkt und kann dann für 10 Minuten aufs Gesicht gelegt werden.

Kamille

Die weißen Blüten der Kamille werden als beruhigendes und linderndes Dampfbad bei Erkältungen und auch Hautausschlag verwendet. Kamillentee kommt darüber hinaus krampflösend und reizmildernd bei Magenbeschwerden zum Einsatz.

Für ein Kamille-Dampfbad gegen unreine Haut wird in einem großen Kochtopf reichlich Wasser zum Kochen gebracht. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und ein bis zwei Handvoll getrocknete Kamillenblüten hineingegeben. Den entstandenen Sud lässt man 10 Minuten mit geschlossenem Deckel ziehen.

Anschließend nimmt man den Topfdeckel ab, hält das Gesicht darüber halten und hängt sich ein großes Handtuch über den Kopf. So sollte man jetzt 10-15 Minuten über dem Dampfbad schwitzen.

Hopfen

Die beruhigende Wirkung des Hopfens wird traditionell bei Schlafstörungen angewandt. Darüber hinaus hat sich der Pflanzenextrakt wirkungsvolles Mittel in der Schönheitspflege herausgestellt, die enthaltenen Gerbstoffe und Vitamine kräftigen das Haar und pflegen die Haut. Ein beliebtes Rezept gegen unreine Haut ist 2 Esslöffel Hopfenzapfen in ein Teesieb zu geben, mit zwei Tassen kochendem Wasser zu übergießen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Der warme Aufguss wird anschließend auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen.

Ringelblume

Die Ringelblume ist nicht nur eine beliebte Zierpflanze, sondern auch eine bekannte und bewährte Heilpflanze. Sie wird traditionell bei Hautproblemen eingesetzt.

Die Ringelblume bietet die Basis für eine selbstgemachte Creme bei trockener Haut. Dafür werden in einem Kochtopf 100 Gramm Vaseline geschmolzen und zwei Handvoll frischer oder getrockneter Ringelblumen dazu gegeben. Beides wird solange gekocht, bis die Creme eine orange Farbe angenommen hat. Anschließend werden die Blüten herausgefiltert und die fertige Creme im Kühlschrank aufbewahrt.

Salbei

Der Salbei ist bekannt für seine desinfizierende und zusammenziehende, aber auch schweißhemmende Wirkung. Sein Einsatzgebiet ist unter anderem in der Behandlung von

Mandel- und Rachenentzündungen, bei Erkältungen, Bronchitis, Husten, aber auch

Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten. Die Wirkstoffe sind außerdem ein gutes Heilmittel bei Haar- und Kopfhautproblemen.

Für eine Spülung bei fettigem Haar werden 4 Esslöffel Salbeiblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen, dann 10 Minuten ziehen gelassen und die Blätter anschließend mit einem Sieb entfernt. Nach dem Waschen wird die Spülung auf die Kopfhaut gegeben und nach etwa 5 Minuten ausgespült.

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