Die Kernkraft und die aktuelle Debatte um Kernenergie beschäftigen jung und alt auf der ganzen Welt. Atomkraft solle möglichst bald, am besten gleich morgen, der Vergangenheit angehören. Umweltverbände und Ökofirmen drängen verstärkt darauf, regenerative Energiequellen zu nutzen und neu bzw. auszubauen. Alternative Energiequellen wie Wind-, Wasser- und Sonnenenergie bestimmen die Energiewende, auf die auch Politiker setzen, die zuvor für Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke plädierten. Seit Fukushima gab es einen so ungemein schnellen Meinungswechsel auf Politebene, dass er für viele kaum nachzuvollziehen ist.
Gut und Böse können heute besser unterschieden werden. So sind die Schurken – Kernkraftwerkbetreiber und Investoren – als auch die Verteidiger der Atomkraft längst auf der Anklagebank gelandet, und die Anti AKW-Bewegung lässt diese auch so lange nicht zur Ruhe kommen, bis das letzte AKW ausgeschaltet wurde und Ökostrom aus Deutschland Platz macht.
Atomenergie soll spätestens in den Jahren 2017 bis 2020 passé sein. Bis dahin sollen Wind, Wasser, Biomasse und Sonne soweit ausgenutzt werden, dass 35 Prozent des gesamten Stroms durch regenerative Energiequellen gewonnen werden. In der Bundesrepublik Deutschland soll Ökostrom die Hauptstromquelle und bei Überproduktion sogar in die europäischen Nachbarländer verkauft werden. Aktuell werden 17 Prozent des Stroms in der Bundesrepublik regenerativ gewonnen, bis zum Jahr 2020 werden also eine Menge Veränderungen in Hinblick auf die Gewinnung von Windkraft, Sonnenenergie und Wasserkraft eintreten.
Die Debatte um die ausschließliche erneuerbare Stromgewinnung wirft allerdings Fragen auf – und Skeptiker sind sich nicht sicher, ob eine 100%-ige Gewinnung von Ökostrom aus Deutschland wirklich machbar ist. Die Zeit wird es zeigen.